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Stefan Komuzin, Heilpraktiker







mein Konzept:

...der Mensch in der Mitte



"Der Himmel oben, unten die Erde und der Mensch in der Mitte"
 ...ist das Grundkonzept des Universums im Daoismus, der Philosophie aus dem alten China. Aus dieser Philosophie ist im Verlauf von Jahrhunderten unter anderem eine Heilkunst entwickelt worden, die man bei uns im Westen "Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)" nennt.

In China heißt diese Heilkunst ?? [Zhong Yi], also etwa "Medizin der Mitte". Der Begriff ist typischerweise zweideutig auslegbar: Die Vorstellung vom Menschen in der Mitte (zwischen Himmel und Erde) ist so tief in der chinesischen Kultur verwurzelt, daß die Menschen ihr Land als "Reich der Mitte" [Zhong Guo] bezeichnen. Deswegen kann "Zhong Yi" genausogut "Heilkunst aus China" als auch "Heilkunst der Mitte" übersetzt werden, denn so wirkt sie. Die TCM soll einen Menschen, der aus seiner Mitte geraten ist wieder dorthin zurückführen. Wer sich in seiner Mitte befindet ist kern-gesund.

Was ist Gesundheit?

Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert Gesundheit als »ein(en) Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen«.* Ferner befindet die WHO daß der Besitz des bestmöglichen Gesundheitszustandes eines der Grundrechte jedes menschlichen Wesens bildet.

Für den schwer erkrankten Philosophen Friedrich Nietzsche (1844-1900) ist Gesundheit »dasjenige Maß an Krankheit, das es mir noch erlaubt, meinen wesentlichen Beschäftigungen nachzugehen«.

Diese beiden Aussagen spiegeln die Bandbreite dessen, was man wohl von seiner Gesundheit erwarten kann.

Der Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann äußert 2010 »Gesundheit beschreibt den Zustand des objektiven und subjektiven Befindens einer Person, der gegeben ist, wenn diese Person sich in den physischen, psychischen und sozialen Bereichen ihrer Entwicklung im Einklang mit den eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen und den jeweils gegebenen äußeren Lebensbedingungen befindet. [...]«

Diese dritte Definition entspricht nach meiner Auffassung der daoistischen Sichtweise. Die im diesem Sinne verwendeten Begriffe "Himmel" (Tian) und "Erde" (Di) werden im abstrakten als »das, was man als Veranlagung mitbringt (≙ die eigenen Möglichkeiten und Zielvorstellungen)« und »die Umgebung, in der man sich befindet (≙ die jeweils gegebenen äußeren Umstände)« gelesen. Auch die von Prof. Hurrelmann formulierte körper-, geistig- und gesellschaftliche Entwicklung beschrieben die daoistischen Meister genau. Sie sind in der TCM als Sieben- bzw. Achtjahreszyklen von Frau und Mann bekannt.

Gesund ist also derjenige, der glücklich und zufrieden mitten im Leben mit beiden Beinen fest auf der Erde steht und den Kopf in den Himmel streckt. Die TCM hält viele Methoden bereit das Gleichgewicht wiederherzustellen wenn man am Boden ist oder diesen unter den Füßen verliert. Gesund zu sein ist der normale Zustand, nicht die Ausnahme.

Dach


Warum ausgerechnet TCM?
Die traditionelle chinesische Medizin bietet den Vorteil eines ganzheitlichen Heilsystems, das schon seit mindestens 2.500 Jahren in ungebrochener Kontinuität dokumentiert und weiterentwickelt wird. Ein vergleichbares gibt es in Europa nicht. Doch wegen der guten Dokumentation ist das System auch bei uns erlern- und anwendbar. Durch die gute Verträglichkeit bei gleichzeitig guter Wirksamkeit kann die TCM auch unterstützend zur westlichen Schulmedizin eingesetzt werden, um z.B. unerwünschte arzneiliche Wirkungen zu vermeiden oder abzumildern. Ein geschwächter Allgemeinzustand kann durch chinesische Medizin verbessert werden. Dadurch steht der Genesung wieder ausreichend Kraft zur Verfügung.

Wie bereits oben angedeutet kennt die TCM wie selbstverständlich auch das, was in der modernen westlichen Medizin erst seit kurzem als "Gender Medicine" verstanden wird; geschlechtsspezifische Medizin. Dabei wird den biologischen Unterschieden zwischen Frau und Mann Rechnung getragen.

Dem "an sich Gesunden" helfen die vorbeugenden Konzepte der TCM die Gesundheit zu erhalten, das Wohlbefinden und Widerstandskraft zu steigern. Der "richtig Gesunde" braucht nur diese Medizin: viel Bewegung an frischer Luft und gute Ernährung.


* Wortlaut WHO:
»;Health is a state of complete physical, mental and social well-being and not merely the absence of disease or infirmity.«

(Präambel zur Verfassung der WHO wie sie von der internationalen Gesundheitskonferenz in New York (vom 19. bis 22. Juni 1946) angenommen wurde; unterzeichnet von Repräsentanten von 61 Staaten (gem.offiziellem Protokoll der WHO, Nr.2, S.100) und in Kraft gesetzt am 07. April 1948. Unverändert bis heute gültig)